Gemeinde Rosenberg

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Informationen zum Cornavirus - Umgang mit Veranstaltungen

Nachdem zwischenzeitlich von Seiten des Ministeriums für Soziales und Integration als oberste Gesundheitsbehörde ein Erlass an die Gesundheitsämter herausgegeben wurde, welcher besagt, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen abzusagen bzw. ohne Zuschauer durchzuführen sind, stellt sich die Frage, wie mit Veranstaltungen unter 1.000 Personen auf kommunaler Ebene umzugehen ist.
Im Rahmen einer gemeinsamen Besprechung im Landratsamt mit Herrn Landrat Pavel, Vertretern des Gesundheits- bzw.  Landratsamtes sowie den Oberbürgermeistern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Ostalbkreises wurde die Empfehlung ausgesprochen grundsätzlich auf die Durchführung von Veranstaltungen in den kommenden drei bis vier Wochen zu verzichten, sofern diese nicht unaufschiebbar sind. Diese Empfehlung gilt analog unter anderem auch für die Durchführung von Jahreshaupt-/Mitgliederversammlungen, den Übungsbetrieb von Vereinen und der Feuerwehr und sonstige Versammlungen.
Grundsätzlich kann die Gemeinde zwar in ihrer Funktion als Ortspolizei ein Veranstaltungsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz anordnen, in letzter Konsequenz hat jedoch der jeweilige Veranstalter die Entscheidung zu treffen, ob eine Veranstaltung durchgeführt werden soll oder nicht.
Zur Einschätzung des Risikos einer Veranstaltung wird auf die nachfolgenden Entscheidungshilfen des Landratsamtes verwiesen:
 

Coronavirus (COVID-19)

Durchführung von Veranstaltungen: Entscheidungshilfen für Veranstalter

(auf Grundlage der „Allgemeinen Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlung für Großveranstaltungen“ des Robert-Koch-Instituts)

 
Massenveranstaltungen können dazu beitragen, das Virus schneller zu verbreiten. Daher kann je nach Einzelfall das Absagen, Verschieben oder die Umorganisation von Massenveranstaltungen gerechtfertigt sein, um der vorrangigen Gesundheitssicherheit der Bevölkerung Rechnung zu tragen.
Mit diesem Infoblatt möchte das Landratsamt Ostalbkreis Veranstaltern eine Entscheidungshilfe an die Hand geben, ob eine Veranstaltung durchgeführt oder abgesagt werden soll.
 
Übertragungswege SARS-CoV-2
Durch den vorherrschenden Übertragungsweg von SARS-CoV-2 (Tröpfchen) z.B. durch Husten, Niesen oder teils mild erkrankte oder auch asymptomatisch infizierte Personen kann es zu Übertragungen von Mensch-zu-Mensch kommen. Übertragungen kommen im privaten und beruflichen Umfeld, aber auch bei größeren Veranstaltungen vor. Auf Messen, Kongressen oder größeren Veranstaltungen kann es unter ungünstigen Bedingungen zu einer Übertragung auf viele Personen kommen. Die Risiken sind nicht bei allen Veranstaltungen gleich groß, daher sollten die jeweils Verantwortlichen in einem vorstrukturierten Risikomanagementprozess eine sorgfältige Abwägung der konkreten Maßnahmen treffen.
 
Hierbei können die folgenden Kriterien mit einbezogen werden:
 
Faktoren, die Übertragungen SARS-CoV-2 begünstigen
Das Risiko von großen und oder schwer verlaufenden COVID-19 Ausbrüchen bei einer Veranstaltung hängt von der Zusammensetzung der Teilnehmer, Art und Typ der Veranstaltung sowie Möglichkeiten der Kontrolle im Falle eines Ausbruches zusammen.
 
Ein höheres Risiko kann basierend auf folgenden Kriterien angenommen werden bei:
 
1. Eher risikogeneigter Zusammensetzung der Teilnehmer

  • Kommt eine größere Anzahl von Menschen zusammen, hohe Dichte?
  • Nehmen Menschen aus Regionen mit gehäuftem Auftreten von COVID-19-Fällen teil?
  • Nehmen Menschen aus anderen bekannten Risikogebieten teil?
  • Nehmen Menschen mit akuten respiratorischen Symptomen teil?
  • Nehmen ältere Menschen bzw. Menschen mit Grunderkrankungen teil?

 
2. Eher risikogeneigter Art der Veranstaltung

  • Hohe Anzahl und Intensität der Kontaktmöglichkeiten?
  • Enge Interaktion zwischen den Teilnehmenden (z.B. Tanzen)?
  • Lange Dauer der Veranstaltungen?
  • Keine zentrale Registrierung der Teilnehmenden

 
3. Eher risikogeneigter Ort der Veranstaltung und Durchführung
 

  • Sind bereits Infektionen in der Region der Veranstaltung aufgetreten?
  • Gegebenheiten der Örtlichkeit: Indoor-Veranstaltungen, begrenzte Räumlichkeiten, schlechte Belüftung der Räume ?
  • Begrenzte Möglichkeiten/Angebote zur ausreichenden Händehygiene
  • Bereitschaft des Veranstalters zur Kooperation und Umsetzung von Maßnahmen.

 
Folgende Maßnahmen könnten getroffen werden, um das Risiko einer Übertragung und großer bzw. schwerer Folgeausbrüche zu verringern:
 

  • Eine dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung des Veranstaltungsortes
  • Aktive Information der Teilnehmer und Teilnehmerinnen über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten oder Husten- und Schnupfenhygiene
  • Teilnehmerzahl begrenzen bzw. reduzieren
  • Ausschluss von Personen mit akuten respiratorischen Symptomen • Eingangsscreening auf Risikoexposition und/oder Symptome
  • Auf enge Interaktion der Teilnehmenden verzichten
  • Veranstaltung verschieben oder je nach weiterer Entwicklung absagen.

 
Auf Messen, Kongressen oder größeren Veranstaltungen ist die Möglichkeit der Rückverfolgbarkeit von Kontaktpersonen extrem schwierig und es kann unter ungünstigen Bedingungen zu einer Übertragung auf viele Personen kommen. In die Abwägung sollte daher mit einbezogen werden, ob Schwierigkeiten der schnellen Kontaktpersonenermittlung im Falle eines Ausbruchs zu erwarten sind.
 
Sollten sich die Veranstalter entscheiden ihre Veranstaltungen entgegen der Empfehlungen durchzuführen, so sollten die o.g. Schutzmaßnahmen dringend beachtet werden. Des Weiteren ist es empfehlenswert eine Anwesenheitsliste mit den Kontaktdaten der jeweiligen Teilnehmer zu führen, damit im Bedarfsfall die sogenannte Infektionskette nachvollzogen werden kann.
 
Weitere Informationen zum Coronavirus finden Sie unter:
 
www.rki.de
www.bundesgesundheitsministerium.de
www.infektionsschutz.de
www.ostalbkreis.de

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